Sage WinCarat Konnektor

Der Sage WinCarat Konnektor stellt die Schnittstelle zwischen Syncler und dem ERP-System Sage WinCarat bereit.
Er ermöglicht den bidirektionalen Austausch von Stammdaten und Bewegungsdaten über einen direkten SQL-Datenbankzugriff.
Damit können Kundendaten, Artikel, Lieferanten, Angebote und weitere Informationen zwischen WinCarat und Syncler effizient synchronisiert werden.


Voraussetzungen

Der Konnektor arbeitet auf Basis eines direkten SQL-Zugriffs und unterstützt folgende Datenbanksysteme:

  • Microsoft SQL Server
  • Oracle Database

Erforderliche Angaben

Für die Verbindung werden die Zugangsdaten zur WinCarat-Datenbank benötigt:

Einstellung Beschreibung
Servername Hostname oder IP-Adresse des Datenbankservers
Datenbankname Name der WinCarat-Datenbank
Benutzername Benutzer mit Lese- und (optional) Schreibrechten
Passwort Passwort des angegebenen Benutzers
Datenbanktyp Auswahl: SQL Server oder Oracle
Datenbankport für Oracle
Datenbankservice für Oracle

Hinweis:
Der verwendete Benutzer sollte über ausreichende Rechte verfügen, um Tabellen abzufragen und – sofern erforderlich – neue Datensätze zu schreiben oder zu aktualisieren.


Einrichtung

  1. Öffnen Sie in Syncler den Bereich Systeme und klicken Sie auf „Neues System anlegen“.
  2. Wählen Sie als Systemtyp „Sage WinCarat“ aus.
  3. Tragen Sie im Konfigurationsformular die Zugangsdaten Ihrer WinCarat-Datenbank ein.
  4. Nach erfolgreicher Verbindung wird das Schema der Datenbank automatisch eingelesen und die unterstützten Objekte werden angezeigt.

Unterstützte Objekte

Der Konnektor unterstützt folgende Objekttypen aus der WinCarat-Datenbank:

Objektname Beschreibung
KUNDE Kunden- und Interessentendaten
ANSPRPART Ansprechpartner zu Kunden oder Lieferanten
ARTIKEL Artikel- und Produktdaten
KUNDVERT Vertreter
LIEFADR Lieferadressen der Kunden
LIEFERANT Lieferantendaten
ANGEBOT Angebotskopf (nur Lesen)
ANGPOS Angebotspositionen (nur Lesen)

Einschränkung:
Das Anlegen von Angeboten (ANGEBOT, ANGPOS) wird derzeit nicht unterstützt.


Lesen von Daten

Das Lesen der Daten erfolgt direkt über den SQL-Zugriff auf die WinCarat-Datenbank.

Änderungsabfragen

Standardmäßig verwendet der Konnektor das Feld ROWDATUM zur Erkennung und Abfrage von Änderungen.
Über dieses Feld werden Datensätze ermittelt, die seit dem letzten Lauf geändert wurden.

Alternative:
Sollte das Feld ROWDATUM in der Umgebung nicht vorhanden sein, kann im Universal-Sync ein alternatives Änderungsfeld definiert werden.

Umsatzfelder

Für das Objekt KUNDE stellt der Konnektor zusätzliche Felder bereit:

  • Aktueller Umsatz
  • Vorjahresumsatz
  • Gesamtumsatz

Diese Werte dienen ausschließlich zur Auswertung und Information.
Eine Änderung des Umsatzes löst keine Änderung des Datensatzes aus und damit keine Synchronisationsverarbeitung in Syncler.


Schreiben von Daten

Der Konnektor unterstützt das Anlegen und Aktualisieren von Datensätzen für Kunden, Ansprechpartner und Lieferanten.
Das Schreiben erfolgt ebenfalls über SQL unter Berücksichtigung der WinCarat-Datenstruktur und der definierten Nummernkreise.

Besondere Hinweise beim Schreiben

1. Kundenanlage

Beim Erstellen eines neuen Kunden ist das Feld TYP erforderlich:

Feld Beschreibung Beispielwert
TYP Typ des Datensatzes Interessent oder Kunde

Ein Interessent erhält den Wert Interessent.
Der Konnektor legt den Datensatz anschließend in der Tabelle KUNDE an.

2. Pflichtfelder

Abhängig von der individuellen WinCarat-Konfiguration können zusätzliche Pflichtfelder existieren.
Beispielsweise kann das Feld BUCHSTABE erforderlich sein (erster Buchstabe des Firmennamens), um die Datenbanklogik zu erfüllen.

3. Nummernkreise

Beim Anlegen neuer Datensätze ermittelt der Konnektor automatisch den nächsten Primärschlüssel auf Basis der definierten Nummernkreise.
Damit wird sichergestellt, dass neue Datensätze konsistent und eindeutig angelegt werden.

4. Besonderheit bei Interessenten

Auch Interessenten werden in der Tabelle KUNDE gespeichert.
Wird ein Interessent in WinCarat später zu einem Kunden umgewandelt, erhält dieser einen neuen Primärschlüssel.
Dadurch kann in einer Synchronisation eine Dublettenbildung auftreten, da Syncler den neuen Kunden als eigenständigen Datensatz behandelt.

Empfehlung:
Verwenden Sie in diesem Fall Regeln zur Dublettenerkennung oder Zuordnung, um Interessenten und daraus entstandene Kunden korrekt zusammenzuführen.