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Dieses Dokument beantwortet häufige Fragen zu Syncler.
Was muss ich tun, wenn ich die Feldzuordnung nachträglich ändern möchte?
Szenario A: Neues bzw. leeres Feld
Wenn ein neues (im Ziel noch leeres) Feld synchronisiert werden soll, reicht es aus, das Feld in die Feldzuordnung der betroffenen Syncs aufzunehmen.
Neue Eingaben werden dann über die normale Änderungserkennung erfasst und übertragen.
Szenario B: Felder mit vorhandenen Daten
Bestehende Daten gelten nicht als Änderung und werden deshalb nicht automatisch übertragen.
Die Übernahme würde dann nur stückweise bei künftigen Einzeländerungen erfolgen.
Achtung (bidirektional):
Ist eine Zuordnung beidseitig aktiv und das Feld ist in einem System neu/leergeblieben, kann es bei unpassender Reihenfolge dazu kommen, dass vorhandene Werte im jeweils anderen System überschrieben (geleert) werden.
Empfohlene Vorgehensweise: Einmalige Komplett-Synchronisierung
- Richtung prüfen: Entscheiden, welches System führend sein soll.
- Sync öffnen und den Parameter „Initial-Synchronisierung von Konfigurationsänderungen“ aktivieren.
- Wirkung: Alle Quelldaten werden (gemäß Quellfilter) abgerufen, verarbeitet und gespeichert.
- Konfliktprüfung ist deaktiviert → auch „synchrone“ Datensätze werden geschrieben (Achtung auf Überschreiben!).
- Lauf ausführen: Anschließend wird der Parameter automatisch wieder deaktivieren.
Abgrenzung:
„Initial-Synchronisierung von Datensatzänderungen“ liest ebenfalls alle Daten gemäß Filter, führt aber eine Konfliktprüfung durch und überschreibt keine bereits synchronen Datensätze (entscheidend sind Datum/Version).
Typischer Einsatz: Nach längerer Inaktivität (z. B. > 7 Tage). Dieser Parameter deaktiviert sich nach der Ausführung automatisch.
Was muss ich bei einer Dubletten-Bereinigung beachten?
- Syncler überträgt standardmäßig keine Löschungen. Eine Dublettenbereinigung muss daher in beiden Systemen erfolgen.
- Wird ein bereits verknüpfter Datensatz in einem System gelöscht, legt die Integration keinen neuen an.
Stattdessen erhält die Datensatz-Abbildung ein Löschkennzeichen → keine erneute Übertragung. - Eine erneute Übertragung ist nur möglich, wenn die Datensatz-Abbildung entfernt oder korrekt neu angelegt wird.
Konsistenz sicherstellen
- Verbleibende Datensätze müssen fachlich zusammenpassen (z. B. derselbe Kunde).
- Wenn nach der Bereinigung gegenseitige (falsche) Paare übrigbleiben, korrigieren Sie dies durch:
- geeignete Übereinstimmungsregeln (Zielsuche präzisieren),
- das Entfernen/Neuaufbauen fehlerhafter Datensatz-Abbildungen,
- ggf. manuelle Abbildungen (Mapping) anlegen/bearbeiten.
Wie verwende ich Datum und Uhrzeit in Formeln?
Ziel: Einen Datensatz filtern, wenn created älter als 10 Tage ist.
Schritt 1: Vergleichswert erzeugen
Transformation „Datum und Uhrzeit“:
- Ausgang: Jetzt
- −10 Tage addieren
- Ergebnisfeld:
limit
Schritt 2: Datumsformat vereinheitlichen
Formeln erwarten das Format:
- Datum:
yyyy-MM-dd(z. B.2025-06-18) - Datum+Zeit:
yyyy-MM-dd HH:mm:ss
Transformation „Typ formatieren“ (je Feld):
- Quelle:
created→ Ergebnis:created_datetime(Formatyyyy-MM-dd HH:mm:ss) - Quelle:
limit→ Ergebnis:limit_datetime(Formatyyyy-MM-dd HH:mm:ss)
Schritt 3: Formel auswerten
Transformation „Formel ausführen“:
- Ergebnisfeld:
too_old - Formel (Platzhalter in ##-Schreibweise):
IIF(##created_datetime## < ##limit_datetime##, 'Y', '')
Schritt 4: Im zweiten Filter verwenden
Veraltete Datensätze ausschließen:
too_old <> 'Y'
Hinweise: Achten Sie auf Zeitzonen (UTC vs. lokal) in Quelle/Ziel – ggf. in der Transformation normalisieren. Verwenden Sie konsequent ein Format für alle Datumsvergleiche innerhalb eines Syncs.
Wie kann ich die letzte Synchronisation eines Datensatzes ermitteln?
Sollte die Synchronisation Datensatz-Abbildungen verwenden, ist die letzte Synchronisation dort hinterlegt. Durchsuchen Sie die Liste der Datensatz-Abbildungen mit dem Suchfeld. Das Feld "Letzte Synchronisierung" enthält das Datum der letzten Verarbeitung. Dies muss nicht bedeuten, dass auch der Zieldatensatz aktualisiert wurde. Falls die Änderungen am Quelldatensatz nicht synchronisiert werden, wird der Datensatz zwar verarbeitet, aber das Ziel nicht verändert.
Ohne eine Datensatz-Abbildung steht Ihnen keine dauerhafte Information zur letzten Synchronisierung zur Verfügung. Sie können indirekt über die Warteschlangen-Einträge nach dem Datensatz suchen. Diese Einträge werden jedoch von der Wartung geprüft und bei der Überschreitung der Vorhaltezeit gelöscht.
Wie starte ich einen Sync?
Wenn Sie über die Benutzeroberfläche einen Sync starten möchten, müssen Sie den Bereich "Syncs" aufrufen.
Zu jedem Sync wird in der Liste eine Aktionsschaltfläche angezeigt. Dort kann der Sync für verschiedene Szenarien gestartet werden.

Eine "Manuelle Ausführung" startet den Sync in der Standardkonfiguration einmalig. "Mit Datensatz ausführen" steht bei Quelldatensätzen mit ID zur Verfügung und startet eine einzelne Übertragung.
Wie konfiguriere ich die Wartung der Datenbank?
Wechseln Sie in den Bereich "Syncs" und suchen Sie den Sync "Wartung". Falls es keinen Wartungssync gibt, können Sie diesen mit "Neuer Sync" anlegen. In den Einstellungen des Syncs finden Sie alle konfigurierbaren Vorhaltezeiten von historischen Daten in Ihrer Datenbank.

Passen Sie die Einstellungen an und führen Sie den Sync zur Bereinigung der Datenbank aus.
Für diesen Sync gelten spezielle Regeln für die Ausführung.
- Mit einer aktivierten Zeitsteuerung hat diese Prioriät und es findet keine abweichende Ausführung statt.
- Ohne aktivierter Zeitsteuerung wird der Sync täglich ausgeführt.
- Wenn der Sync nicht eingerichtet wurde, findet eine tägliche Standard-Wartung statt, die auf den Standard-Einstellungen des Sync basiert.
Wie verwende ich den zweiten Filter?
Der zweite Filter wird nach dem Lesen und Transformieren auf dem Resultat ausgeführt. Dies bietet den großen Vorteil, dass auch angereicherte oder berechnete Daten für das Filtern genutzt werden können. Auch bieten nicht alle Systeme eine Filterfunktion an, was hiermit kompensiert werden kann.
Der Filter wird in SQL formuliert und greift auf die Zwischendaten zu, die ggf. nach einer Transformation vorliegen. Sollten sich Felder in strukturierten Ebenen befinden, können diese mit den gleichen Namen wie in der Transformation (Punkt-Notation) angesprochen werden.
Bei der Formulierung des Filters müssen auch Besonderheiten im SQL berücksichtigt werden. Ein LIKE-Operation wird z.B. generell NULL-Werte ausschließen. Sollten die gewünschten Spalten nicht im Quelldatensatz vorhanden sein, führt das zu einem falschen Ergebnis.
Beispiel:
Gelöschte Outlook-Termine enthalten bei der Verarbeitung keine Daten des Termin, sondern lediglich ID-Werte und das Löschkennzeichen.
Ein zweiter Filter auf den Betreff mit einem NOT LIKE-Operation würde auch gelöschte Datensätze verwerfen, da der Betreff dort NULL ist.
Dies muss im Filter mit einer zusätzlichen Bedingung berücksichtigt werden.