Warteschlange

Die Warteschlangen für Syncs, Reports und DQM steuern die Ausführung dieser Bausteine und fungieren zugleich als Historie aller Läufe.
Ein Warteschlangeneintrag enthält den geplanten Ausführungszeitpunkt, die Typ (z. B. Geplant, Manuell, Wiederholung) sowie Parameter, die die Ausführung präzise steuern.
Über den Status lassen sich offene, aktive, abgeschlossene, abgebrochene und fehlgeschlagene Ausführungen unterscheiden.

Läufe mit Einzelfehlern gelten insgesamt als fehlgeschlagen, ohne dass zwingend der gesamte Lauf verworfen wird.
In der Detailansicht können fehlerhafte Einzeldatensätze identifiziert und – sofern vom Sync/System unterstützt – gezielt neu ausgeführt werden.


Aufbau eines Warteschlangeneintrags

Feld Beschreibung
ID Eindeutige Kennung des Eintrags
Typ Ausführungsart (siehe unten)
Geplante Ausführung Ziel-Startzeitpunkt (Planung)
Abschluss um Tatsächliche Endzeit
Status Offen, In Arbeit, Erfolgreich, Fehlgeschlagen, Abgebrochen, Übersprungen
Parameter Filter, Grenzwerte (z. B. LastDatetime), Flags, Adhoc-Filter
Verweise Vorgänger-/Nachfolger-Referenz, Ablauf-Referenz
Statistik Verarbeitet/Erfolgreich/Fehlgeschlagen, Dauer

Status & Lebenszyklus

  1. Offen (geplant, wartend)
  2. In Arbeit (Verarbeitung aktiviert; Ausführung läuft)
  3. Erfolgreich oder Fehlgeschlagen
  4. Optional: Wiederholung (neuer Eintrag mit Bezug auf Ursprung) oder Wiederherstellen (Rollback, wenn verfügbar)
  5. Abgebrochen (durch Benutzer)

Parallelität & Sperrregeln

  • Keine Parallelisierung mehrerer geplanter Ausführungen für denselben Sync:
    Dies verhindert u. a. Überschreibungen von Parametern (z. B. Änderungsgrenzwerten).
  • Ausnahme – Einzelübertragungen:
    Von Benutzern ausgelöste Einzelübertragungen dürfen parallel laufen; sie beeinflussen globale Sync-Parameter nicht.
  • Abläufe legen neben dem eigenen Eintrag zusätzliche Einträge für die ausgeführten Syncs an, damit standardisierte Protokollierung und Fehlerbehandlung pro Schritt erhalten bleibt.

Aktionstypen für Syncs

Manuell

Einmaliger Start mit den Parametern einer zeitgesteuerten Ausführung.
Hinweis: Nachfolgesyncs werden wie konfiguriert gestartet; eine separate Fehlerkettensteuerung über zusätzliche Aktionsdatensätze ist nicht vorgesehen.

Einzelübertragung

Gezielte Verarbeitung eines Datensatzes.
Wiederholungen werden – je nach Konfiguration – über weitere Aktionsdatensätze abgebildet.

Geplant

Zeitgesteuerte Ausführung. Der nächste geplante Aktionsdatensatz wird vom Sync selbst angelegt und berücksichtigt dabei die Fehlerbehandlung.

Nachfolger

Bildet Ketten, bei denen der Vorgänger die Zielmenge des Folgesyncs einschränkt.
Es wird auf den Aktionsdatensatz des Vorgängers referenziert.

Wiederholung

Automatische Fehlerwiederholung bei auftretenden Fehlern.
Die zeitliche Differenz beträgt immer fünf Minuten.

Wiederherstellen

Ruft die Rollback-Funktion des Syncs für einen Sicherungsdatensatz auf (falls verfügbar).

Ablauf

Wird durch einen Ablauf erzeugt, wenn der Sync keine eigenen Daten abfragt, sondern Daten aus dem Ablauf übernimmt.


Aktionstypen für Reports

Manuell

Einmaliger Start mit den Parametern einer zeitgesteuerten Ausführung.

Einzelübertragung

Verarbeitung einer Datensatz-Abbildung durch den Report.

Geplant

Zeitgesteuerte Ausführung. Der Folgeeintrag wird vom Report erstellt und berücksichtigt die Fehlerbehandlung.

Wiederholung

Automatische Wiederholung bei Fehlern mit einer Verzögerung von drei Minuten.


DQM-Warteschlange

  • DQM-Läufe verwenden dieselbe Warteschlangenlogik (Planung, Status, Wiederholung).
  • Typische Aktionen sind Geplant, Manuell und Wiederholung; Detailverhalten richtet sich nach der jeweiligen DQM-Operation.

Detailansicht & Wiederanlauf

  • Detaildarstellung zeigt Einzeldatensätze.
  • Unterstützt der Sync dies, können Einzeldatensätze erneut ausgeführt werden (gezielte Einzelfallheilung statt Gesamtlauf).

image


Aufbewahrung & Bereinigung

  • Warteschlangen- und Protokolldaten werden gemäß Wartungskonfiguration (separater Sync) nach Alter bereinigt, um die Datenbankgröße stabil zu halten.
  • Statistiken (Mengen, Dauer, Fehlerraten) bleiben für Monitoring und Audit nachvollziehbar.

Best Practices

  • Einzelübertragungen gezielt einsetzen, wenn sofortige Bearbeitung einzelner Fälle nötig ist.
  • Für Nachfolger-Ketten klar dokumentieren, welche Parameter/Ergebnisse weitergereicht werden.