Datensatz-Abbildung

Eine Datensatz-Abbildung (Mapping) wird in Syncler intern gespeichert und definiert die Zuordnung zwischen Quelldatensatz und Zieldatensatz pro Sync.
Wird derselbe Datensatz von mehreren Syncs als Quelle oder Ziel genutzt, existiert je Sync eine eigene Abbildung.

Datensatz-Abbildungen sind zentral für:

  • die Entscheidung Neuanlage vs. Aktualisierung,
  • die Konflikterkennung zwischen Quelle und Ziel,
  • die Kollaboration mehrerer Syncs (gegenseitige Aktualisierung der Abbildungsinformationen),
  • die Vermeidung von Schleifen (Loop-Protection) bei bidirektionalen Flüssen.

Voraussetzungen & Erstellung

  • Abbildungen werden für Datensätze mit bekannten ID-Werten (Quelle/Ziel) angelegt.
  • Neben der Zuordnung speichert die Abbildung weitere Parameter und optional eine Kopie des Quelldatensatzes.

Sonderfall (optional, je Sync-Typ):
In speziellen Szenarien (z. B. Abfrage-Sync) können vorläufige Abbildungen ohne Ziel-ID entstehen und nach erfolgreichem Schreiben nachgetragen werden.


Wirkung auf die Verarbeitung

  • Ohne Abbildung gilt der Datensatz als neu → das Zielsystem kann einen neuen Datensatz erhalten (abhängig von den Sync-Regeln).
  • Mit Abbildung wird der Datensatz als vorhanden erkannt → es erfolgt eine Aktualisierung.
  • Wird ein Sync später angelegt und besitzt noch keine eigene Abbildung, werden vorhandene Zuordnungen in anderen Syncs gesucht und – sofern eindeutig – übernommen.

Einzelzuordnung erzwungen:
Unterschiedliche Quelldatensätze dürfen nicht demselben Zieldatensatz zugeordnet sein (System, IDs und Mandant des Sync sind maßgeblich).
Existiert der Zieldatensatz nicht mehr, erhält die Abbildung ein Löschkennzeichen – der Quelldatensatz wird nicht weiter synchronisiert.


Löschungen

  • Standardmäßig überträgt Syncler keine Löschungen (Ausnahme: Terminsynchronisierungen).
  • Sollen Löschungen abgebildet werden, ist ein Lösch-Sync zu konfigurieren.
  • Abbildungen können bei Löschvorgängen im Ziel entfernt oder markiert werden (je nach Konfiguration).

Änderungsinformationen & Konflikte

Jede Abbildung hält die letzten Änderungsinformationen (Zeitstempel/Version) für Quelle und Ziel.
Diese werden bei jeder Verarbeitung aktualisiert und dienen:

  1. Loop-Protection (Verursacherprüfung)

    • Stimmt die aktuelle Quellen-Änderungsinfo mit der in der Abbildung gespeicherten überein, war der letzte Verursacher SynclerÜbertragung überspringen.
  2. Konflikterkennung Ziel

    • Ist die Ziel-Änderungsinfo neuer als in der Abbildung, liegt eine externe Aktualisierung vor → Konfliktverhalten des Syncs anwenden.
  3. Cross-Sync-Aktualisierung

    • Jeder Sync aktualisiert die Abbildungen sonstiger Syncs zum Datensatz mit – neuere Ziel-Infos deuten auf noch nicht verarbeitete Änderungen hin.

Parallelität:
Da Syncs parallel laufen, können Überlappungen entstehen. Die Konfliktstrategie des Syncs (z. B. Quelle gewinnt, Ziel gewinnt, nur Quelländerungen übertragen, feldbasierte Selektion) entscheidet über das Vorgehen.


Optionale Kopie des Quelldatensatzes

Die Quelle-Kopie in der Abbildung dient der feingranularen Konfliktbehandlung:

  • Bei der Strategie „nur Änderungen der Quelle übertragen“ wird der aktuelle Quelldatensatz mit der zuletzt gespeicherten Kopie verglichen; nur Unterschiede werden ans Ziel geschrieben.
  • Unabhängige Zieländerungen bleiben erhalten und können – falls vorhanden – über den gegenläufigen Sync übertragen werden.

Lebenszyklus & Zustände

Typische Zustände einer Datensatz-Abbildung:

  • Aktiv: Quelle↔Ziel eindeutig zugeordnet.
  • Vorläufig: Ziel-ID noch unbekannt (nur, wenn der Sync dies zulässt).
  • Gelöscht/Verwaist: Ziel existiert nicht mehr ⇒ Löschkennzeichen, Quelle wird nicht mehr synchronisiert.
  • Aktualisiert: Änderungsinformationen wurden vom letzten Lauf aktualisiert.

Manuelle Bearbeitung

Eine manuelle Bearbeitung ist in der Detaildarstellung möglich. Dies kann erforderlich sein, wenn z.B. Dubletten in Quelle und Ziel vertauscht bereinigt wurden.

Hinweis:

  • Bearbeitung nur mit großer Sorgfalt. Bei falschen Eingaben kann es zu Datenverlust kommen.
  • In bidirektionalen Synchronisationen gibt es mehrere Abbildungen.
  • Eine Bearbeitung muss an allen erfolgen.

image


Best Practices

  • Eindeutige Übereinstimmungsregeln definieren (Feldkombinationen/Schlüssel), um false matches zu vermeiden.
  • Konfliktverhalten bewusst wählen und dokumentieren (pro Sync).
  • Quelle-Kopie aktivieren, wenn nur tatsächliche Quelländerungen übertragen werden sollen.
  • Quelle-Kopie nicht aktivieren, wenn nur unidirektional synchronisiert wird und im Ziel keine Änderungen zu erwarten sind. Datenbankgröße reduzieren.
  • Monitoring: Abbildungen mit Löschkennzeichen oder ohne Ziel-ID regelmäßig prüfen.