Konfiguration eines Reports

Diese Anleitung beschreibt die Einrichtung und den Betrieb von Reports im Syncler. Reports dienen dazu, Informationen aus angebundenen Systemen abzufragen, aufzubereiten und bereitzustellen – interaktiv (z. B. im CRM-Portal), zeitgesteuert (Export/Versand) oder als Baustein in Abläufen.


Report-Typen

Wir unterscheiden drei Typen:

  1. Report für allgemeine Daten
    Wird im allgemeinen Syncler-Focus angezeigt. Führt eine Abfrage ohne konkreten Datensatz-Kontext aus; optional mit Benutzerkontext filterbar.

  2. Report für Objekte
    Wird im Syncler-Focus direkt zu Einzel-Datensätzen angezeigt (z. B. Firma/Person). Definierte Felder des Datensatzes dienen als kontextbezogene Filter.

  3. Report für synchronisierte Daten
    Wird im Syncler-Focus zu synchronisierten Datensätzen angezeigt. Verwendet Datensatz-Abbildungen (Mapping Quelle↔Ziel) für kontextbezogene Filter.

Hinweis: Für Reports ohne echte Synchronisationsdaten können Platzhalter-Syncs verwendet werden, die lediglich Quelle/Ziel definieren.


Pflichtangaben & Parameter

  • Sync
    Wählen Sie den Sync, der Quelle/Ziel und – falls vorhanden – Datensatz-Abbildungen bereitstellt. Bei Objekt-Reports ist der Sync der Kontextlieferant (z. B. Mandant, System, Mappings).

  • Ergebnis als Export versenden
    Führt den Report ggf. mit allen ohne Datensatz-Abbildung seriell aus und versendet das Ergebnis als E-Mail-Anhang.

    • Speicherung: keine Persistenz in CRM/DB.
  • Export-Dateiformat
    CSV oder XLSX.

  • Abfrage für Datensatz-Abbildungen (nur bei allgemeinen Daten)
    SQL-Abfrage, die die Strukturierung des Ergebnisses durch virtuelle Abbildungen vornimmt. Für jede Zeile dieser Abfrage wird die Hauptabfrage kontextualisiert ausgeführt.

  • Spaltenname der Datensatz-ID aus der Abfrage
    Feldname, der in der oben genannten Abfrage die ID liefert (für Kontext/Mappings).

  • Report immer direkt ausführen
    Ignoriert ggf. vorhandene Zwischenspeicher/Caches und fragt immer das Endsystem an.

  • Im Endsystem sichtbar
    Sichtbarkeit des Reports im Zielsystem umschalten (z. B. CRM-Portal ein-/ausblenden).

  • Berechtigungsgruppe
    Kennzeichen (Beschriftungscode), der mit den Report-Berechtigungen des CRM-Benutzers abgeglichen wird. Nur bei Übereinstimmung darf der Report ausgeführt werden.

  • Datenbanktyp
    Legt Dialekt & Paging fest (z. B. TOP n vs. LIMIT/OFFSET, Datumsfunktionen). Wichtig für Filter, Sortierung und „Schema abrufen“.

  • Export im Endsystem unterstützt
    Schaltet die Export-Buttons im Endsystem (z. B. CRM-UI) ein/aus.

  • Format für Datum-/Uhrzeitfilter
    Vorgabe für benutzerdefinierte Datumsfilter (z. B. yyyyMMdd HH:mm:ss). Erleichtert korrekte Filterbildung im UI.

  • Quell- oder Zielobjekt
    Schemaobjekt, das für Kontext (z. B. Auswahl im Portal) ausgelesen wird.


Abfrage (SQL / Statement)

Auf der Seite „Abfrage“ definieren Sie das Statement zum Lesen der Daten. Folgende Platzhalter stehen zur Verfügung:

  • Mandant – wird durch den ERP-Konnektor ersetzt.
  • SourceIdDatensatz-ID aus der Datensatz-Abbildung des abfragenden Systems.
  • TargetIdDatensatz-ID aus dem Aufruf-Kontext (bei Objekt-Reports: der Filterwert).
  • FlowFilter – wird in Abläufen gesetzt (z. B. Region='West' AND Datum>=...).
  • UserService – Kennzeichen des aufrufenden Benutzers.

Beispiele für Platzhalter in WHERE:

-- Kontext: synchronisierte Daten (Mapping)
... WHERE KontoId = '#SourceId#'

-- Ablaufgesteuerter Filter
... WHERE #FlowFilter#

-- Benutzerbezogene Einschränkung
... WHERE Owner = '#UserService#'

Schema abrufen

Mit „Schema abrufen“ wird die Abfrage einmal ausgeführt und die Ergebnisstruktur bestimmt. Im Anschluss konfigurieren Sie die Spalteneigenschaften.


Spaltenkonfiguration

Allgemein

  • Typ
    Datentyp, der die Ausgabe steuert (Zahl, Text, Datum/Zeit usw.). Zahlen können formatierte Trennzeichen enthalten.
  • Standardsortierung
    Sortierkriterium für den ersten Aufruf.
  • Absteigend sortieren
    Richtungsangabe für die Standardsortierung.
  • Standardfilter
    Wird beim ersten Aufruf angewandt.
    • #T → aktuelles Datum im Format TT.MM.JJJJ
    • #U → übertragene Benutzerkennung
  • Standardfilter-Operator
    Vergleichsoperator (z. B. =, <>, LIKE, >=).

Ausgabe

  • Anzeigen – Spalte in Ergebnisliste sichtbar.
  • Reihenfolge – Position in Liste.
  • Beschriftung – Spaltenüberschrift (lokalisierbar).
  • Statische Ausgabe – Konstante Zeichenkette statt Inhalt (Originalwert bleibt für Drill nutzbar).
  • Beschriftungsgruppe – CRM-Werteliste für Filterfeld im UI.
  • Als Icon ausgeben – Darstellung als Icon in der Liste (setzt Beschriftungsgruppe voraus).
  • Ausrichtung in Liste – Links/Mitte/Rechts.
  • Spaltenbreite in Liste – Breitenvorgabe.

Drill (Verlinkung)

  • Drill-Report – Report, der per Hyperlink geöffnet wird.
  • Drill-Vergleichsspalte – Spalte im Ziel-Report, deren Wert mit dem aktuellen Spaltenwert übereinstimmen muss.

Zusammenfassung

  • FunktionAnzahl, Summe, Max, Min, Durchschnitt.

CRM-Verknüpfung

  • Entität oder .NET DLL
    • Entität: Direktaufruf eines CRM-Datensatzes.
    • .NET-DLL: Sprungziel Name.dll-RunMethod (folgender Wert bestimmt URL-Parameter).
  • Vergleichsfeld oder URL-Parameter
    • Feld in der CRM-Entität (oder Parametername für DLL), das mit dem Spaltenwert gematcht wird.
  • Verknüpfung in neuem Fenster öffnen – optionales Target-Verhalten.

Ausführung & Versand

  • Interaktiv (Portal/Focus)
    • Kontextbezogene Filter über Datensatz-Abbildung (synchronisierte Daten) oder Objekt-Felder (Objekt-Reports).
  • Zeitgesteuert (Scheduler)
    • Intervallbasiert. In Kombination mit „Ergebnis als Export versenden“ Versand an definierte Empfänger.
  • Ablauf (empfohlen für Personalisierung)
    • Sync bestimmt die Zielmenge.
    • Report wird pro Datensatz mit #FlowFilter# ausgeführt.
    • E-Mail-Inhalte/Anhänge werden personalisiert (Vorlagen).

E-Mail-Konnektor erforderlich: Versand erfolgt nicht über die allgemeine Syncler-SMTP-Konfiguration.