Übertragung eines Beleges mit einem Ablauf
Mit einem Ablauf (Flow) können Sie sicherstellen, dass vor der Übertragung eines Beleges die notwendigen Stammdaten bereits existieren und – falls nicht – automatisch angelegt bzw. aktualisiert werden. So vermeiden Sie manuelle Zwischenschritte, Fehlermeldungen und Medienbrüche.
Zielgruppe & Nutzen
Für wen? Anwender:innen und Admins, die Belege (z. B. Angebote, Aufträge, Rechnungen) in ein Zielsystem übertragen.
Warum? Der Ablauf prüft und erfüllt Voraussetzungen (z. B. Firma/Konto vorhanden), bevor der Beleg-Sync startet.
Voraussetzungen
- Zugriff auf Syncler inkl. Berechtigung zum Anlegen von Syncs und Abläufen.
- Konfigurierte Systeme (Quelle/Ziel, z. B. CRM ↔ ERP).
- Optional: Vorlagen für Stammdaten- und Beleg-Syncs (empfohlen).
Überblick: Komponenten
Für das Szenario benötigen Sie folgende Bausteine:
Stammdaten-Sync(s)
Ein oder mehrere Syncs zur Übertragung der relevanten Stammdaten (z. B. Firma, Ansprechpartner, Konto).Tipp: Nutzen Sie vorhandene Synchronisations-Syncs oder Vorlagen.
Beleg-Sync
Ein Sync, der den Beleg in das Zielsystem schreibt (Vorlage oder bereits bestehender Sync).Lese-Sync für Quelldaten (Beleg)
Ein dedizierter Sync, der nur die Quelldaten des Beleges liest – typischerweise nicht Teil einer Standard-Synchronisation.
Empfohlen: Universal Ablauf – Geschachtelte Daten lesen (für Belege mit Positionen).- Quelle: System & Objekt des Belegs wählen
- Transformation: optional
- Ziel: keines (nur Lesen)
- Zweck: Auf Basis der gelesenen Daten Filter/Parameter für die Stammdatenbildung ableiten.
Schritt-für-Schritt: Ablauf anlegen
Der Ablauf stellt die einzelnen Schritte in der richtigen Reihenfolge zusammen. So gehen Sie vor:
1) Ablauf anlegen (Ad-hoc-fähig)
- System & Objekt des Beleges als Ablauf-Kontext setzen.
→ Dadurch können Sie den Ablauf auch Ad-hoc mit einer Beleg-ID starten (z. B. aus UI/APIs).
2) Schritt „Beleg-Quelldaten lesen“
- Aktion: Manuellen Sync ausführen
- Sync: Universal Ablauf – Geschachtelte Daten lesen (siehe oben)
- Ergebnis: Beleg-Header + Positionen stehen als Kontextdaten für Folgeschritte bereit.
3) Schritt „Stammdaten übertragen“
- Aktion: Sync pro Quelldatensatz aus Vorgänger mit ausgewertetem Filter ausführen
- Vorgänger: Schritt „Beleg-Quelldaten lesen“
- Sync: Ihr Stammdaten-Sync (z. B. Firma/Konto)
- Filter formulieren (systemabhängig, z. B. SQL/OData) und mit Platzhaltern aus den gelesenen Belegdaten befüllen.
Beispiel (Sage CRM, Firma zum Verkaufschance):comp_companyid IN ( SELECT oppo_primarycompanyid FROM Opportunity WHERE oppo_opportunityid = #quot_opportunityid# )
Ziel: Genau die Datensätze treffen, die als Voraussetzung für den Beleg benötigt werden (z. B. zugehörige Firma).
Sonderfall: Status-Kennzeichen (z. B. Sage CRM)
Bestimmte Stammdaten-Syncs berücksichtigen ein Status-Flag, um Massendaten zu vermeiden. Um trotzdem gezielt zu übertragen:
- Zusätzlicher Schritt: Lesen-Sync „Universal Ablauf – Daten lesen“
- Mit dem gleichen Filter wie oben ausführen.
- In diesem Lese-Sync ggf. die Status-Prüfung deaktivieren.
- Danach: eigentlichen Stammdaten-Sync ausführen und dessen Input direkt aus dem Lese-Sync nehmen. → Dadurch wird die Status-Prüfung umgangen, ohne die Standardkonfiguration global zu ändern.
4) Schritt „Beleg übertragen“
- Aktion: Sync pro Quelldatensatz aus Vorgänger ausführen
- Vorgänger: Schritt „Beleg-Quelldaten lesen“
- Sync: Beleg-Sync (z. B. Angebot/Bestellung/Rechnung)
- Ergebnis: Der Beleg wird übertragen, nachdem die Stammdaten bereitstehen.
Ablaufdiagramm (logisch)
- Beleg-Quelldaten lesen →
- Stammdaten ableiten & übertragen (ggf. Vor-Lese-Sync ohne Statusprüfung) →
- Beleg übertragen
Zusammenfassung
Mit einem Ablauf automatisieren Sie die Voraussetzungsprüfung und -erfüllung vor der Belegübertragung. So werden Stammdaten bei Bedarf vorab konsistent erstellt/aktualisiert, und der Beleg-Sync kann fehlerfrei durchlaufen – auf Knopfdruck oder Ad-hoc.