Seriendruck ausführen und verarbeiten

Mit dem Seriendruck-Konnektor können Dokumente aus beliebigen Datenquellen generiert und optional weiterverarbeitet (z. B. per E-Mail versendet oder abgelegt) werden.
Der Seriendruck wird entweder durch spezialisierte Syncs oder direkt über die API angestoßen.
Vorlagen (Word/Docx, HTML, Text etc.) und Ausgabeformate (z. B. PDF) lassen sich flexibel kombinieren.
Die Steuerung erfolgt über Sync-Parameter und/oder über Werte, die Sie dem Zielobjekt per Feldzuordnung übergeben.


Seriendruck-Konnektor

Am Konnektor konfigurieren Sie (optional) einen FTP-Zugang sowie Verzeichnisse für:

  • Schriftarten
  • Vorlagen
  • Ablage der Resultate

Weitere Details: Seriendruck Konnektor


Seriendruck-Syncs

Zur Ausführung stehen mehrere Sync-Typen zur Verfügung. Die Daten stammen entweder aus einem Schema (Objekt aus einem Quellsystem) oder aus einer Abfrage.
Das Schemaobjekt MailMergeFile dient als Basismodell und wird über Feldzuordnungen/Transformationen mit Werten befüllt.

Verfügbare Sync-Typen

  • Seriendruck ausführen
    Liest beliebige Daten (flaches Schema) aus einem Quellsystem.

  • Seriendruck mit geschachtelten Daten ausführen
    Wie oben, zusätzlich mit Positionslisten (Kindobjekte) – inklusive eigener Transformation für Positionen.

  • Seriendruck mit Einzelvorlage ausführen
    Führt eine Vorlage gegen eine Liste von Quellobjekten aus (z. B. zeilenweise Verarbeitung in einem Dokument, Präfix Recordlist).

  • Seriendruck mit geschachtelten Daten und Einzelvorlage ausführen
    Kombination aus Positionslisten und Einzelvorlage.

  • Seriendruck aus Abfrage
    Quelle ist eine Abfrage (z. B. SQL/OData), kein einzelnes Schemaobjekt.

  • Seriendruck Resultat nach E-Mail-Nachricht
    Nachfolger-Sync, um das erzeugte Dokument per E-Mail zu versenden.

  • Seriendruck Resultat verarbeiten
    Nachfolger-Sync für generische Weiterverarbeitung (z. B. Dateiablage, DMS, CRM-Anlage).


Seriendruck-Einstellungen (Parameter)

Die folgenden Parameter sind am jeweiligen Seriendruck-Sync konfigurierbar. Viele Werte können Sie auch dynamisch per Transformation/Feldzuordnung je Datensatz setzen.

Eingabe (Vorlage)

  • Eingabemethode
    Quelle der Vorlage:

    • Zeichenketten-Daten: Vorlage liegt als Text/HTML im Feld InputFile/Eingabedatei.
    • Base64-Daten: Vorlage liegt Base64-kodiert in InputFile/Eingabedatei.
    • Datenbank-Vorlage: ID einer internen Seriendruck-Vorlage (Auswahl über Eingabevorlage).
    • Lokale Datei (On-Prem): Dateipfad in InputFile/Eingabedatei.
    • URL: HTTP/HTTPS-Adresse in InputFile/Eingabedatei.
    • FTP: Pfad relativ zum am Konnektor konfigurierten FTP-Root in InputFile/Eingabedatei.
  • Eingabedatei
    Datenträger des Vorlageninhalts – je nach Eingabemethode (s. o.).

  • Eingabevorlage
    Auswahl einer internen Seriendruck-Vorlage (bei Eingabemethode Datenbank-Vorlage).

  • Eingabeformat
    Dateiformat der Vorlage (z. B. DOCX, HTML, TXT).

Verarbeitung

  • Ausgabe zusammenfassen
    Erzeugt ein gemeinsames Resultat für alle Quellobjekte (statt je Datensatz ein Dokument).

    Hinweis: Bei Zusammenfassung stehen datensatzbezogene Rückgabewerte in der Nachverarbeitung nicht mehr einzeln zur Verfügung.

Ausgabe (Resultat)

  • Ausgabemethode
    Ziel/Transport des Ergebnisses:

    • Base64-Daten: Ergebnis im Schema-Datensatz unter Result (ideal für Abläufe oder API-Verarbeitung).
    • Datensatz-Speicher: Ergebnis wird intern abgelegt (empfohlen für Nachfolger-Syncs).
    • Lokale Datei (On-Prem): Speichern in Verzeichnis OutputPath/Ausgabe.
    • FTP: Ablage auf FTP unter OutputPath/Ausgabe.
  • Ausgabe
    Konkreter Pfad/Container, abhängig von der Ausgabemethode.

  • Ausgabeformat
    Zielformat (z. B. PDF, DOCX, HTML) – unabhängig vom Vorlagenformat.

  • Ausgabename
    Zieldateiname ohne Pfad. Existiert der Name bereits, wird automatisch ein Index angehängt (kein Überschreiben).


Beispiel: Seriendruck erstellen und per E-Mail versenden

Im Beispiel wird ein Sage 100 Beleg als PDF erzeugt und anschließend als E-Mail-Anhang versendet.

  1. Neuen Sync anlegenSeriendruck mit geschachtelten Daten ausführen.
  2. Quelle/Ziel wählen (Quellsystem für Daten; Seriendruck-Konnektor als Ziel).
  3. Seriendruck-Einstellungen setzen:
    1. Eingabemethode: Datenbank-Vorlage → Auswahl über Eingabevorlage.
    2. Ausgabemethode: Für E-Mail-Versand Datensatz-Speicher.
  4. Sync speichern.
  5. Zweiten Sync anlegenSeriendruck Resultat nach E-Mail Nachricht.
  6. E-Mail-Optionen: Nachrichtenvorlage wählen.
  7. Empfänger/Absender per Feldzuordnung/Transformation setzen.
  8. Feldzuordnungen (Beispiel):
    • Empfängeradresse -> To.address
    • AddAttachment.1.FileName -> Result.default.FileName
    • AddAttachment.1.FileContent -> Result.default.FileContent
  9. Nachfolger konfigurieren: Ersten Sync öffnen und den E-Mail-Sync als Nachfolger-Sync eintragen.

Ergebnis: Der erste Sync erzeugt das Dokument, der Nachfolger versendet es als E-Mail-Anhang.


Bilder im Seriendruck einfügen

In Word-Vorlagen können Bilder über Seriendruckfelder mit Präfix Picture: eingefügt werden.
Der Feldwert ist entweder eine URL (http…) oder ein JSON-String mit folgenden Eigenschaften:

  • FileMethod – Quelle des Bildes (wie Eingabemethode bei Vorlagen)
  • File – Daten/Referenz gemäß FileMethod
  • Width (optional) – Breite in Punkten (X-Dimension)

Beispielwert für ein Feld Picture:Logo (JSON):

{
  "FileMethod": "URL",
  "File": "https://example.com/assets/logo.png",
  "Width": 120
}

Die JSON-Zeichenkette wird in der Regel in der Transformation erzeugt/zugewiesen.


Dokumente anhängen (Append)

Über Objektgruppen AppendDocument können Sie mehrere Vorlagen nach der Hauptvorlage anhängen.

  • InputMethod / Eingabemethode – wie bei Vorlagen
  • InputFileFormat / Eingabeformat – Format der anzuhängenden Datei
  • InputFile / Eingabedatei – Quelle (Datei/URL/Base64/FTP etc.)

Reihenfolge mehrerer Anhänge wird über die Gruppierungs-/Indexlogik festgelegt (z. B. AppendDocument.1, .2, …).


Dokumente einfügen (Insert)

Zur Inline-Einbettung weiterer Inhalte in die Hauptvorlage definieren Sie:

  • Quelle (wie oben) und
  • InsertMarker – der Platzhaltername in der Hauptvorlage, an dessen Position der Blockinhalt eingefügt wird.

Wichtige Seriendruck-Parameter im Schemaobjekt

  • ParseInputColumnType / Datentyp der Eingabefelder analysieren
    Wandelt Feldwerte anhand des Zieltyps (Zahl/Datum/Bool) – leere Zahlenfelder werden zu 0.

  • RemoveEmptyRanges / Leere Bereiche entfernen
    Bereiche zwischen RangeStart: und RangeEnd: werden gelöscht, wenn darin keine Werte befüllt wurden.

    Ohne Basisbereich kann andernfalls das gesamte Dokument geleert werden.

  • BaseRangeName / Basisbereich für Ausführung
    Begrenzung für „Leere Bereiche entfernen“, um das Gesamtdokument zu schützen.

  • RemoveEmptyTableRows / Leere Tabellenzeilen entfernen
    Löscht Zeilen ohne befüllte Zellen.

  • RemoveEmptyTables / Leere Tabellen entfernen
    Löscht Tabellen ohne befüllte Inhalte.


Mit dieser Konfiguration erzeugen Sie reproduzierbare Seriendrucke – von der Vorlagenquelle bis zur automatisierten Weiterverarbeitung.